Alchemie & Philosophie · Die Sprache der Alchemie, Teil 3 von 8 · 29. September 2026 · Charlotte Himsworth
Die vier Elementardreiecke
Vier einfache Dreiecke, die die ganze klassische Lehre der Elemente in sich tragen.
Die Alchemisten zeichneten die vier klassischen Elemente als Dreiecke. Ihre Logik ist wunderbar einfach: Was aufsteigt, zeigt nach oben, was herabsinkt, zeigt nach unten, und ein Querstrich im Dreieck kennzeichnet das sanftere, gemischte Element.
Feuer und Luft
Feuer ist ein aufwärts gerichtetes Dreieck, wie eine Flamme. Luft ist dasselbe Dreieck, von einem Querstrich durchkreuzt: Auch sie steigt auf, aber sanfter. Beide sind aktive, nach außen strömende Elemente.
Wasser und Erde
Wasser ist ein nach unten gerichtetes Dreieck: Es fließt zum tiefsten Punkt. Erde ist das nach unten gerichtete Dreieck, durchkreuzt von einem Querstrich: Sie senkt sich, ruht dann und hält. Beide sind empfangende, sammelnde Elemente.
Der Stern von allen vieren
Legst du das aufwärts- und das abwärtsgerichtete Dreieck übereinander, entsteht ein sechszackiger Stern. Später wurde er als Sinnbild der Vereinigung verwendet, der Verbindung der Gegensätze. In einem einzigen Bild werden die vier Elemente im Gleichgewicht gehalten.
Im Alltag
Unser Artikel über das elementare Selbst erkundet diese vier als Qualitäten der Erfahrung: Wille, Gedanke, Gefühl und Körper. Die Dreiecke sind eine schöne bildhafte Erinnerung an alle vier.
Eine Praxis
Zeichne die vier Dreiecke in dein Journal. Schreibe neben jedes Dreieck ein Wort dafür, wie sich dieses Element heute in dir anfühlt.